Herkunft - Charolais

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Herkunft

Eine Rasse mit Geschichte

Als Rasse, die sich außergewöhnliche Produktivität aneignen konnte, hat das Charolais-Rind von seiner Ursprungsregion in Zentralfrankreich aus die ganze Welt erobert. Es begann Anfang des 17. Jahrhunderts. Die Weiden traten immer mehr an die Stelle unfruchtbarer Äcker, der Waldanteil nahm ab, und eine weiße Viehrasse, eine Abart der Jurarasse ließ sich im Tal der Arcone nieder, vornehmlich in den Grafschaften Brionnais und Charolais. Die Tiere erhielten den Namen der Hauptstadt der letztgenannten Grafschaft, Charolles.

Charolles

Brionnais

Im restlichen Burgund, wie überall auf dem Lande in Frankreich, unterbanden damals die Zersplitterung des Grundbesitzes, die Dreifeldwirtschaft und gemeinsame kommunale Weiden jeden Fortschritt und ließen nur wenig Raum für Eigeniniativen. Im Bironnais und im Charolais hingegen war das Land in große Domänen unterteilt, die gut abgetrennt oder von Hecken umgeben waren, und die die Bauern und Pächter ganz nach ihrem Gutdünken nutzen konnten. Das begünstigte einerseits die Selektion von Vieh und dessen gesundheitlichen Schutz.
Diese Art der Nutzung begünstigte in diesen beiden Gebieten auch die Aufzucht einer großen Anzahl von Tieren höherer Qualität, die besser gemästet wurden.



Das Abenteuer der Charolais Rasse ist so un- wie außergewöhnlich; es beschränkte sich fast 200 Jahre lang auf den Süden des heutigen Département Saône-et-Loire.
Erst als 1773 der Bauer Claude Mathieu aus Oyé mutig genug war, zusammen mit seiner Herde nach Anlenzy in dem Department Nièvre auszuwandern, begann der gewaltige Siegeszug der Charolais, der nicht mehr enden sollte.
Zunächst beliebt als Zug- und Arbeitstier, mit mächtigen muskulösen Skelett, eifrig bei der Arbeit, jedoch friedlich, fruchtbar und robust, und erst viel später auf Grund seines Fleisches.

                 Charolais um 1850

Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die ersten Charolaisrinder exportiert, und sind heute in mehr als 68 Ländern auf allen 5 Kontinenten, und unter allen Klimabedingungen anzutreffen.

© 2019 - Charolais Vollnhofer
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